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Kommen wir nun zum Thema: Reizdarmsyndrom

Das Reizdarmsyndrom, kurz RDS, ist ein häufiges, aber relativ unscharf definiertes, gastroenterologisches (Magen-Darm) Krankheitsbild, das durch diffuse abdominelle (den Bauchraum betreffend) Beschwerden gekennzeichnet ist.

Die Diagnose “Reizdarmsyndrom” ist im strengen Sinn eine Ausschlussdiagnose. Sie wird dann gestellt, wenn trotz sorgfältiger Untersuchung des Patienten keine organischen Ursachen für bestehende abdominelle Beschwerden gefunden werden können.

Das Reizdarmsyndrom ist eine sehr häufige Erkrankung. Frauen sind häufiger betroffen als Männer (Verhältnis etwa 2:1).

Die Symptome des Reizdarmsyndroms sind schwer einzuordnende Beschwerden des Verdauungstrakts. Die Patienten klagen oft über krampfartige, als dumpf empfundene Bauchschmerzen. Gleichzeitig leiden sie unter Völlegefühl und Blähungen. Der Stuhlgang kann im Sinne einer Obstipation oder Diarrhoe verändert sein.

Nach Rom-IV-Kriterien liegt ein Reizdarmsyndrom vor, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

– wiederholte Bauchschmerzen assoziiert mit mindestens zwei der folgenden Kriterien:

       Zusammenhang mit der Stuhlentleerung

       Änderung der Stuhlfrequenz

       Änderung der Stuhlkonsistenz

– Beginn der Beschwerden vor mehr als 6 Monaten

– Beschwerden an mindestens einem Tag pro Woche im letzten Monat

Die schulmedizinische Therapie ist abhängig von der Ursache und vom spezifischen Beschwerdebild. Medikamentös werden u.a. Spasmolytika (z.B. Mebeverin, Buscopan) sowie Alosetron zur Verlangsamung der Darmmotilität verordnet.

Naturheilkundlich therapiere ich das RDS über eine Darmsanierung und eine Ernährungsumstellung (vollwertig und vegetarisch). Dazu einige Informationen unter vegan, vegetarisch, omnivor, frugivor, carnivor, herbivor.

Quellen:

Pschyrembel 258-2

flexikon.doccheck.com/de/Reizdarmsyndrom