Lassen Sie mich zuerst die verschiedenen Begriffe erklären:

Zunächst das Wichtigste: Seien Sie immer kritisch gegenüber Informationen, auch denen auf meiner Homepage. Ich bemühe mich, Ihnen Informationen in kompakter Form zur Verfügung zu stellen. Aber erstens kann ich nicht garantieren, dass mir keine Fehler unterlaufen (und es wäre dumm, wenn Sie an einem Schreibfehler erkranken) und zweitens kann es sein, dass die Zukunft einige meiner Informationen korrigiert. Ich informiere nach bestem Wissen und Gewissen, die Informationen ersetzen aber keine Therapie und Anamnese.

Und nun zu den Begriffen:

vegan

Veganer verzichten auf „Alles“ was vom Tier abstammt, also nicht nur auf Wurst, Fleisch, Fisch, Ei und Milch(-produkte) sondern z. B. auch auf Wolle und Leder.

vegetarisch

Vegetarier essen alle tierischen Produkte, für die Tiere getötet werden müssen, nicht, also Wurst, Fleisch und Fisch.

omnivor

Das sind die „Allesfresser“.
Hierzu gehört z. B. das Schwein, Bär, Ratte.

frugivor

Ein Frugivorer isst Früchte im Sinne von Samen, Wurzelknollen und zarten Blattschößlingen.
Hierzu gehört z. B. die Menschenaffen wie der Gorilla – und der Mensch.

carnivor

Carnivore sind die Fleischfresser.
Hierzu gehören z. B. Hund, Katze, Tiger, Löwe, Wolf.

herbivor

Die Herbivoren sind die Pflanzenfresser.
Hierzu gehören z. B. Rind, Schaf, Ziege, Pferd, Hirsch, Elefant.

Zusammensetzung artgerechter “zivilisierter Urnahrung” des Menschen

Welches war die menschliche Urnahrung?

Den im doppelten Sinne härtesten Nachweis liefert die vergleichende Gebissanatomie, begründet von Dr. Richard Lehne. Er studierte die Gebisskonstruktionen der verschiedenen Säugetierarten, von welchen die natürliche Nahrung bekannt ist. Dabei stellte er fest, dass die Gebisse hochspezialisierte Zerkleinerungswerkzeuge sind, optimal angepasst an die jeweilige Art der Nahrung. So konnte er zuverlässige Rückschlüsse auf die natürliche Urnahrung des Menschen ziehen. Das Ergebnis seiner Studien:

Der Mensch ist auf Grund seiner Gebisskonstruktion Frugivore – Früchte im Sinne von Samen, Wurzelknollen, zarten Blattschößlingen.

Sind wir wirklich „Allesfresser“?

Das ist ein häufig und kontrovers diskutiertes Thema, zu dem ich auch gerne etwas beisteuern möchte.
Immer wieder ist zu lesen, dass wir dem Schwein ähnlich seien und damit „Allesfresser“.
Ich habe mir mal ein Bild von einem Schwein genommen, mich nackt vor einen Spiegel gestellt und nach „Ähnlichkeiten“ gesucht. Gott sei Dank – ich habe keine gefunden.

Wenn wir schon im Tierreich nach „Ähnlichkeiten“ suchen wollen, dann sollten wir auf unseren „Stammbaum“ schauen. Es gibt vier Menschenaffen: den Gorilla, den Schimpansen, den Orang-Utan und den Menschen. Wir vier haben einen gemeinsamen Vorfahren, aus dem heraus wir uns entwickelt haben. Gorilla, Schimpanse und Orang-Utan sind Pflanzenfresser (mit max. 2% tierischem Eiweiß in ihrer Nahrung; z. B., wenn sie ein Nest räubern oder andere Affen jagen und fressen). Warum wir dann „Allesfresser“ wie das Schwein sein sollen, entzieht sich meinem Verstand. Und zu den anderen 3 Menschenaffen kann ich sogar „Ähnlichkeiten“ erkennen. Zwei Prozent tierisches Eiweiß in unserer Nahrung gab es noch in meiner Kindheit: freitags Fisch und am Sonntag den „Sonntagsbraten“. Und das war es. Dazu kamen noch Milch und Milchprodukte, aber garantiert nicht in der schlechten Qualität und der Unmenge wie heute

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Hier noch ein Hinweis für Alle, die sich zu den „Christen“ zählen:

Auf den ersten Seiten der Bibel (das Buch “Genesis”, Kapitel 1) ist nachzulesen:

Gen 1,26

Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land.

Gen 1,27

Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.

Gen 1,28

Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.

Gen 1,29

Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.

Gen 1,30 Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es.

Gott hat den Menschen also genau diese Art der frugivoren Nahrung – und nichts anderes – zugeteilt.
Über die Tiere soll der Mensch herrschen (das heißt z.B. auch, sie zu beschützen, für sie besorgt zu sein), nicht sie aufzuessen (was kein guter Herrscher mit den ihm anvertrauten Untergebenen tut).
Wenn sich also „alle Christen“ an die Bibel halten, müssten wir eigentlich viel mehr sich fleischlos ernährende Menschen auf dieser Welt haben.

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Quellen:

http://www.dr-schnitzer.de/gw001.htm

https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/gen1.html

http://www.dr-schnitzer.de/emailnachrichten-artgerechte-ernaehrung-kluge-entscheidung.html