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Sie bestehen aus Kohlenstoff (C = Carboneum, ist vierwertig), Wasserstoff (H = Hydrogenium, ist einwertig) und Sauerstoff (O = Oxygenium, ist zweiwertig); da kommt auch ihr Name her.
Besonders viel davon, und zwar die Glukose, verbraucht unser Gehirn – auch im Vergleich zu seiner Größe – zur Energiegewinnung.
Wir haben in Muskel und Leber einen kleinen Vorrat an Glukose, der je nach Anstrengung bis zu 4 Stunden reicht. Dieser Vorrat steht sehr schnell zur Verfügung, z. B. für kurzfristige Leistungsspitzen wie Flucht oder einen 100m-Lauf. Wird Glukose über einen längeren Zeitraum benötigt wie z. B. bei einem Marathon-Lauf, greift der Körper auf unsere Fettreserven zurück.
Zuckerstoffe werden auch als Saccharide bezeichnet.
Wir unterscheiden 3 Gruppen:

  1. Monosaccharide: Traubenzucker (auch Glucose bzw. Dextrose)
    (Einfachzucker) Fruchtzucker (auch Fructose bzw. Laevulose)
    Galaktose, Ribose, Mannose
    Kommen vor allem in Früchten vor.
  2. Disaccharide: Rohrzucker / Saccharose (1 Mol Trauben- und 1 Mol Fruchtzucker)
    (Zweifachzucker) Milchzucker / Laktose (1 Mol Glucose und 1 Mol Galaktose)
    Malzzucker / Maltose (2 Mol Traubenzucker)
  3. Polysaccharide: Pflanzenstärke (Amylum), Pflanzenfaser (Zellulose),
    (Vielfachzucker) Leberstärke (Glykogen)

Rohrzucker (Saccharose) ist unser gewöhnlicher Haushaltszucker (Verbrauchszucker), ein Disaccharid, das aus Zuckerrübe oder Zuckerrohr hergestellt wird.
Saccharide bestehen aus Kohlenstoff (C, Wertigkeit 4), Wasserstoff (H, 1), Sauerstoff (O, 2).
Die chemische Struktur für alle Monosacharide = C6 H12 O6, nur die räumliche Struktur ist unterschiedlich.
Die chemische Struktur für alle Disaccharide = C12 H22 O11 (H2O tritt aus).
Dextrose (Glucose) dreht polarisiertes Licht nach rechts und Fructose (Laevulose) nach links.
In der Stärke sind ca. 1.000 Glucoseeinheiten miteinander verknüpft, in der Cellulose 5.000 – 10.000.
Besonders wichtig für den Kohlenhydrat-Stoffwechsel ist das Vitamin B1. Es kommt in größter Konzentration im Getreide(keim) vor. Nehmen wir Zucker in Form unseres isolierten Haushaltszuckers zu uns, fehlt dem Körper für die Verstoffwechselung dieses Zuckers das Vitamin B1. Da es auch in hoher Konzentration im Nervensystem vorkommt (und da natürlich auch gebraucht wird), holt sich der Körper für die Verstoffwechselung des Haushaltszuckers dieses Vitamin B1 aus dem Nervensystem. Kommt das einmal im Monat vor, ist das bestimmt kein Problem. Kommt es öfter vor, führt das irgendwann zu einem Mangel an Vitamin B1 im Nervensystem. Kommt Ihnen da vielleicht eine Idee, womit die Zunahme von z. B. ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung) bei Kindern – und auch bei Erwachsenen – zusammenhängen könnte?